Frankfurter Grüne gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Am 27.1.2023 ist Holocaust-Gedenktag. Mitglieder von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN gestalten das Gedenken in Frankfurt mit. In einigen Stadtteilen werden dazu Stolpersteine gereinigt, Gedenktexte vorgelesen und Kerzen entzündet.

Wir freuen uns über alle Bürger* und Bürger*innen, die sich mit uns am 2 Januar um Stolpersteine kümmern und das Gedenken an die ermordeten Frankfurter*innen aufrecht erhalten.

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von sowjetischen Soldaten befreit. Was sie dort entdecken mussten, ruft auch heute noch Abscheu und Entsetzen in uns hervor.

In Frankfurt stehen wir der besonderen Verantwortung, rund 30.000 Jüdinnen und Juden zu gedenken, die deportiert und ermordet wurden.
Die Nazis wollten
damit die zweitgrößte Jüdische Gemeinde im damaligen Deutschen Reich auslöschen.

Die Verbrechen der Nazis müssen immer präsent bleiben, das Gedenken und die Gedenkarbeit müssen mit Nachdruck weitergeführt werden.
Erst recht in
Zeiten, wo rechtsextremes Denken wieder auf zu viel Akzeptanz stößt, verharmlost oder ignoriert wird. Auch Opfer des Euthanasieprogrammes, der Zeugen Jehovas , Sinti und Roma wurden ermordet und ihrer in Form von
Stolpersteinen gedacht.

Bisher wurden 1.800 Stolpersteine verlegt und wir sind dankbar für die Arbeit Gunter Demnig und der Initiative Stolpersteine

 

Ablauf:

Wir reinigen die Stolpersteine, entzünden Kerzen und lesen zum Gedenken die
Biografie/Lebensdaten der Ermordeten vor.


 


Die Stadtteilgruppe West besucht am 27.1.23 zwei Orte der Erinnerung:

Wir treffen uns um 18:00 Uhr in Höchst und gedenken Franz Michalson, an seinem Stolperstein, Hochmuhl 3.

Anschließend gehen wir weiter nach Nied und treffen uns dort um 19:00 Uhr an den Stolpersreinen von Dr. Carl und Jenny Kahn und Lucie Hirsch in der Oeserstraße 54.

Wir freuen uns über alle Bürgerinnen und Bürger, die mit uns gedenken möchten.


Liste der grünen Aktionen in allen Stadtteilen:




Stadtteil / Stolperstein (Name des Gedenkenden),Adresse des Treffpunktes / Uhrzeit




Altstadt / Jakob Hess, Hinter dem Lämmchen 4 / 16:00 Uhr

Westend / Elise Hofmann und 250 Bewohner des ehem. Henry und Emma Budge Seniorenheim, Hansaallee 146 / 17:00 Uhr

Nordend / Sinzheimer, Dr. Hugo Daniel, Paula, Gertrud, Hans-Simon, Eva und Ursula Doris, Voelkerstr. 11 / 16:00 Uhr

Ostend / Goldschmidt, Lina, Sally, Johanna und Klara, Ostendstraße 62 / 16:30 Uhr

Ostend / Schoen, Johanna und Frieda Ruth,  Uhlandstraße 50 / 16:45 Uhr

Sachsenhausen / Frida und Julie Amram Goldine und Seligmann Hirschberg, Hans-Thoma-Straße 24 / 16:00 Uhr

Höchst / Franz Michalson, Hochmuhl 3 / 18:00 Uhr

Nied / Carl und Jenny Kahn & Lucie Hirsch, Oeserstraße 54 / 19:00Uhr

Rödelheim / Isidor Strauss, Assenheimer Straße 1 / 17:00 Uhr

Eckenheim / Elisabeth Kersten (Euthanasie-Opfer, Hadamar) , Am Eckenheimer Friedhof 1 / 16:00 Uhr

Eckenheim / Fiebermann, Josef, Else und Walter, Eckenheimer Landstraße 238  / 16:45 Uhr

Harheim / Karl Kullmann, Korftstr. 9 / 17:00 Uhr

Bergen-Enkheim / Wilhelm, Friede, Jettchen und Joachim Hirsch, Markststraße 51 / 15:30 Uhr

Nieder-Eschbach / Siegmund, Malchen, Ilse und Frieda Ehrlich, Deuil-la-Barre-Straße 44 / 16:00 Uhr

Heddernheim / Felix und Friedel Seelig, Hessestraße  30 / 09.30 Uhr

Heddernheim / Karl und Lore Berentzen, An der Ringmauer 1 / 11.00 Uhr

Heddernheim / Elisabeth Saalfeld, Im Heidenfeld 18 / 11.30 Uhr

Heddernheim / Ludwig Rothenberger, Am Forum 3 / 12.00 Uhr

Heddernheim / Sigmund und Johanna Simon, Heddernheimer Landstr. 32 / 16.00 Uhr